Persönlich
In meinen neuen Arbeiten interessiert mich das Verhältnis von Figuren untereinander im Bildraum. Wie stehen sie zueinander bezüglich
Hintergrund, Vordergrund und in der Gruppe, und es stellt sich auch die Frage, wann Figuren zu abstrakten Linien werden. Auf
philosophischer Ebene wurde ich unter anderem inspiriert von einer von Jenny Holzers „Binsenweisheiten“: all things are delicately
interconnected, die auch heissen könnte: all human beeings are delicately interconnected.
Die Objekte tendieren weg von Rahmen und Leinwand, hin zu Arbeiten mit Draht, die sich von der Wand abstehend
präsentieren. Dadurch
wird der Schattenwurf Teil des Werkes. Das Verwenden von transparentem Plastik lässt
den Eindruck eines durchlässigen, schwebenden
Objektes entstehen, bei dem ein Dahinter sichtbar oder erahnbar wird. Farben
spielen bei den Arbeiten eine untergeordnete Rolle,
um nicht vom Wesentlichen, das heisst: Form, Struktur und Oberfläche abzulenken.
Zeitungen, als Grundmaterial und Ausgangspunkt, spielen in meinen Arbeiten eine wichtige Rolle. Als ehemalige Journalistin
faszinieren mich Layout, Bilder, Farben und Sinnlichkeit einer Zeitungsseite. Indem ich übermale, wegschleife oder zudecke, filtere
ich das oft verwirrende Ausmass an Informationen, stelle sie in einen neuen Zusammenhang oder lasse sie ganz weg. Dieser
Prozess
kann so weit gehen, bis die Zeitung als rein ästhetisches Material übrig bleibt und jegliche Information zerstört ist
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