Ursula Bringolf

Künstlerin


Persönlich

 

Kunst ist Kommunikation. Eindrücke, Ideen, werden durch gestalterische Möglichkeiten übersetzt und finden ihre eigene Form. Dies kann bewusst, aber auch unbewusst geschehen. Eine Idee führt zur Arbeit, oder eine Arbeit führt zur Idee, die erst durch das Bild oder das Objekt zum Vorschein kommt, weiter verfolgt und bearbeitet wird. Das Entstehen meiner Arbeiten erfolgt in mehreren Schichten. Ich übermale, überklebe, das Bild wird zur Collage, die Collage zum Bild, das Vorangegangene ist, wenn auch nicht mehr immer sichtbar, so doch immer erahnbar und ertastbar. Jede Schicht ist Teil des Prozesses und wird zum Ganzen. Je länger dieser Prozess dauert, desto mehr wird die Arbeit zum Objekt (wie bei meinen älteren Arbeiten 2009/2010).

 

 

Ich arbeite mit Acryl, verwende zusätzlich Alltagsmaterialien wie Klebestreifen oder Zeitungen, die in den Arbeiten eine neue gestalterische Funktion finden. Zeitungen werden zum Hintergrund, verlieren ihre Informationen zum Teil oder ganz, werden zu Farbe, Oberfläche und Struktur. Klebebänder werden zu Pinselstrichen, ob auf die Arbeit geklebt, oder auch wieder entfernt.

 

 

In der Serie Mäandern (2016/2017), finden Linien ihren Weg, führen zu einer Form, verirren sich, könnten so, aber auch anders verlaufen. Dennoch entwickelt jede angefangene Linie ihre eigene Dynamik und Form. Was jeder Entwicklung im Leben innewohnt, wird in diesen Arbeiten bildlich dargestellt. Durch Klebebänder auf der Leinwand und das teilweise wieder Entfernen dieser Klebebänder entstehen Linien und Formen im Vordergrund und im Hintergrund.

 

 

Die Serie Strandgut (2018) ist entstanden nach einem Aufenthalt im Winter am Bodensee. Sie hätte auch heissen können: Was liegen bleibt, was angespült wird. Vor allem Holz und Äste haben mich inspiriert.